23/5/2009
An der Waffel III
Category: Nüt
Der Leserbrief der Woche stammt diese Woche aus der Feder von D. S. aus B. Herr D. S. aus B. hat mir den Kaffee an der Aare, ja den ganzen Tag versüsst. Herr D. S. aus B. erzählt aus seinem Leben, dann ein Fazit und dann hat er auch noch eine Frage. Hier, lesen Sie bitte:
Ein provozierendes Dispositiv
Fussballspiele besuchte ich seit Ende der Siebzigerjahre sporadisch. Im Stade de Suisse war ich allerdings noch nie, letztmals genoss ich ein YB-Spiel im schmucken, alten Neufeldstadion. Auch im alten Wankdorf-Stadion war ich oft zu Gast. Was mir dabei auffiel: Es gab kaum Gitter und Abschrankungen, keine eigentlichen Fansektoren, alles war ziemlich locker und friedlich, die Polizei machte sich kaum bemerkbar, und die gelegentlichen Eingangskontrollen wurden nicht von eigens angeheuerter Security, sondern von der Securitas vorgenommen. Dies, obwohl in vergangenen Zeiten oft bis zu 45000 Leute im Stadion waren, gerade bei Cupspielen, wesentlich mehr als heute. Aber es gab kaum Ausschreitungen und gewalttätige Scharmützel mit der Polizei, keine Attacken von gewaltbereiten Hooligans.
Mein Fazit: Je repressiver und engmaschiger ein Sicherheitssystem aufgezogen wird, das kaum mehr Individualität zulässt, desto provozierender und anheizender wirkt das ganze Dispositiv mit massiver Polizeipräsenz auf gewisse Fans. Die Frage ist: Was läuft hier falsch?
Der Beweis
Ein provozierendes Dispositiv
Fussballspiele besuchte ich seit Ende der Siebzigerjahre sporadisch. Im Stade de Suisse war ich allerdings noch nie, letztmals genoss ich ein YB-Spiel im schmucken, alten Neufeldstadion. Auch im alten Wankdorf-Stadion war ich oft zu Gast. Was mir dabei auffiel: Es gab kaum Gitter und Abschrankungen, keine eigentlichen Fansektoren, alles war ziemlich locker und friedlich, die Polizei machte sich kaum bemerkbar, und die gelegentlichen Eingangskontrollen wurden nicht von eigens angeheuerter Security, sondern von der Securitas vorgenommen. Dies, obwohl in vergangenen Zeiten oft bis zu 45000 Leute im Stadion waren, gerade bei Cupspielen, wesentlich mehr als heute. Aber es gab kaum Ausschreitungen und gewalttätige Scharmützel mit der Polizei, keine Attacken von gewaltbereiten Hooligans.
Mein Fazit: Je repressiver und engmaschiger ein Sicherheitssystem aufgezogen wird, das kaum mehr Individualität zulässt, desto provozierender und anheizender wirkt das ganze Dispositiv mit massiver Polizeipräsenz auf gewisse Fans. Die Frage ist: Was läuft hier falsch?
Der Beweis















