Der Billigflieger
easyJet hat sich für Fotos entschuldigt, auf denen Models inmitten des Holocaust-Mahnmahls in Berlin zu sehen sind. Alle Ausgaben des Bordmagazins, in dem die Bilder abgedruckt wurden, seien zurückgezogen worden.
Produziert wurden die
Mode-Fotos für einen Bericht zum 20. Jahrestag des Mauerfalls, und zwar ohne Bewilligung, wie die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gegenüber dem «Daily Telegraph» erklärte. easyJet tut das jetzt natürlich uh leid.
Architekt Eisenmann findets halbs so schlimm:
„Es ist kein Friedhof – und es soll auch keiner sein.“ Seine Grundidee als Architekt: Das Mahnmal sollte so offen wie möglich sein. Frei.
Es gebe diejenigen, die das Mahnmal zutiefst bewegt. Oder eben jene, die ihm begeistert davon berichten, wie gut sich die Gedenkstätte als Ort für die Mittagspause eigne. Damit sei sein Ziel erreicht, mit dem Mahnmal die Schuld nicht zu verstärken oder fortzusetzen, sagt Eisenman. „Das Mahnmal ist ein Erfolg“.
Tagesspiegel